Judys Vintage Art in der Lokalzeit OWL
Kunst als radikale Sichtbarmachung – „28 Tage sichtbar“ bricht mit Tabus.
Was passiert, wenn jemand ohne klassischen Zugang zur Kunst plötzlich beginnt, genau dort seine Stimme zu finden? Mein Werdegang ist ein Beispiel dafür, wie ungewöhnliche Wege zu kraftvollen künstlerischen Positionen führen können. Erst vor sechs Jahren – ausgelöst durch die Isolation und gesellschaftlichen Umbrüche während der Corona-Pandemie – begann ich, mich künstlerisch auszudrücken, zunächst mit dem Junkjournaling. Davor spielte Kunst in meinem Leben keine Rolle, im Gegenteil: In der Schulzeit galt sie im Fach Kunst als „mangelhaft“. Heute nutze ich genau dieses vermeintliche Defizit als Stärke – als Befreiung von Normen und Erwartungen.
Ich arbeite intuitiv, direkt und kompromisslos. Meine Werke bewegen sich häufig im Spannungsfeld von feministischen und politischen Themen. Sie hinterfragen gesellschaftliche Strukturen, macht Unsichtbares sichtbar und fordern das Publikum dazu auf, sich mit unbequemen Realitäten auseinanderzusetzen.
Ein zentrales Werk in diesem Schaffen ist „28 Tage sichtbar“, eine Installation von vier Leinwänden, die den weiblichen Zyklus und seine vier Phasen darstellen und mit Mixed- Media-Elementen wie Periodenprodukte - oder Dinge, die beispielsweise in Kriegsgebieten Periodenprodukte ersetzen, versehen sind. Die Arbeit setzt sich mit der weiblichen Menstruation auseinander – einem Thema, das trotz seiner Alltäglichkeit nach wie vor tabuisiert wird. Mein Werk bricht dieses Schweigen bewusst auf: provokativ, unverblümt und zugleich sensibel. Es zwingt die Betrachtenden, hinzusehen, wo sonst weggeschaut wird.
„28 Tage sichtbar“ ist mehr als eine künstlerische Darstellung – es ist ein Statement. Die Arbeit stellt Fragen nach gesellschaftlicher Prägung, Scham und Unsichtbarkeit. Warum wird ein natürlicher Prozess versteckt? Wer entscheidet, was gezeigt werden darf und was nicht? Ich nutze meine Kunst, um genau diese Grenzen zu verschieben.
Meine künstlerische Praxis steht exemplarisch für eine Generation, die sich nicht länger an tradierten Maßstäben orientiert. Stattdessen geht es um Authentizität, Haltung und den Mut, persönliche sowie politische Themen sichtbar zu machen.
Ich beweise: Kunst entsteht nicht aus Perfektion, sondern aus Dringlichkeit.
Judys Vintage Art bei Radio Hochstift
Judys Vintage Art in der Neuen Westfälischen - ein Artikel von Danielle Dörsing
The Junk Mag
Am 15.10.24 ist es endlich soweit! Die Zeitschrift The Junk Mag , ein Magazin rund um die Themen Junkjournaling, Vintage und DIY, geht an den Start. Es haben sich interessante und kreative KünstlerInnen und Unternehmen eingebracht, sodass ein gemeinsames Kreativprojekt der Junkjournal/ Vintage Community entstanden ist, auf das ich sehr stolz bin. Das Heft erscheint alle sechs Monate und wenn auch du dich in der nächsten Ausgabe mit einbringen magst, melde dich doch gerne!
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Ein toller Nebeneffekt des Junkjournalings ist, dass es Zero Waste unterstützt, da mit Dingen gebsatelt wird, die ansonsten im Müll gelandet wären. Wir schenken also dem "Müll" ein neues Leben und basteln nachhaltig.
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